Nationalparks in Ruanda

In der unberührten Natur der Nationalparks entfaltet sich die ganze Schönheit von Ruanda. Hier erlebt man Abenteuer, geht auf die Suche nach wilden Tieren und findet fernab von Alltag und Trubel der Großstadt ein ganz andere Welt. Kein Wunder, dass die Nationalparks Ruandas die beliebtesten Reiseziele der abenteuerlustifen Touristen sind, die hier eine Safari der ganz eigenen Art suchen. Doch welche Nationalparks gibt es, was unterscheidet sie und welche Tiere kann ich in welchem Park sehen?

Parc National des Volcans: Berggorillas in freier Wildbahn

Eder wohl bekannteste Nationalpark Ruandas ist der Parc National des Volcans. Dieser liegt im äußersten Nordwesten des Landes an der Grenze zur Demokratischen Republik Kongo und Uganda. Das Highlight des Parks sind die Berggorillas. Der Park ist einer der letzten Lebensräume, der vom Aussterben bedrohten Berggorillas. Bekannt wurde der Park auch durch die Forscherin Dian Fossy, die sich hier für den Schutz der Berggorillas einsetzte. Das Buch "Gorillas im Nebel" handelt von ihrer Arbeit mit den Gorillas und wurde 1988 verfilmt.

Der rund 125 km² große Nationalpark besteht aus tropischen Regenwald, der sich über Berghänge erstreckt. In den Höhenlage bei rund 3000m besteht der Wald hauptsächlich aus Bambus, in den höheren Lagen geht er in Nebelwälder über. Ab 4000m beginnt dann die alpine Trockenzone. Der Name des Parks kommt von den auf 4507m hohen Virunga-Vulkanen, die sich hier aneinanderreihen.

Nyungwe-Nationalpark: Besuch bei den Schimpansen

Eines der ältesten Bergwaldgebiete befindet sich zwischen Butare und dem Kivu-See im Nyungwe-Nationalpark. Auf rund 970km² gibt es Ausläufer des Großen Rift Valley zu entdecken und einen bis zu 3000m hohen Bergkamm, der das Gebiet durchzieht. Der Quellfluss des Nils, der Rukarara-Nyabarongo, entspringt in diesem Nationalpark. Der Bergregenwald hat viele Flüsse und Wasserfälle und ist im Vergleich zum Umland relativ kühl. Im Nyungwe-Nationalpark findet man viele verschiedene Blütenpflanzen wie die Orchidee, die hier in über hundert verschieden Arten vorkommt, manche von ihnen sind endemisch und kommen nur hier vor. Das Besondere am Nyungwe-Nationalpark ist die große Vielfalt an Tierarten: 75 Säugetierarten, darunter 13 verschiedene Primaten, 175 Vogelarten und 120 Schmetterlingsarten sind hier heimisch. Um 500 Schimpansen leben hier im Park und sind das Highlight der Touristen.

Akagera Nationalpark: Artenvielfalt und Paradies für Ornithologen

Der Akagera-Nationalpark, kurz auch Kagera genannt, befindet sich im östlichen Teil des Landes an der Grenze zu Tansania und Uganda. In der Mitte des 900km² großen Parks liegt ein sumpfiger Graben, der 15km breit und 200km lang ist. Das Feuchtgebiet lockt viele Tiere an wie Wasserbüffel, Flusspferde oder Nilkrokodile. Im Norden liegen Grassavannen, im Süden überwiegt Buschgebiet. Im Park leben große Herden an Impalas, Zebras und Warzenschweine, aber auch seltene Arten wie Leoparden und Massai-Giraffen. Besonders beliebt ist der Park bei Ornithologen, denn mit rund 500 verschiedenen Vogelarten ist die Vielfalt hier besonders groß. Spezielle Touren für Vogelbeobachtungen führen deshalb am liebsten in den Akagera Nationalpark.