Der Geist Namibias

Die vielen Nationalparks Namibias lassen bereits vor der Reise erahnen, welch reichhaltiges Naturerlebnis die Touristen im Südwesten von Afrika erwartet. Etwa 15 Prozent des Landes stehen unter Naturschutz - eine einzigartige Gelegenheit für Tiere und Pflanzen, sich ungestört zu entfalten, und für Reisende, sie zu erleben.

Natürliche Vielfalt

Im Norden Namibias befindet sich der Caprivi-Zipfel, ein semitropisches, sandreiches Gebiet zwischen Angola, Samibia, Simbabwe und Botswana. In vier Nationalparks, darunter der über 5.000 Quadratkilometer messende Caprivi-Wildpark, hat sich eine unberührte Wildnis bewahrt. Ebenfalls im Norden gelegen sind die Popa-Wasserfälle, das Mahango Wildreservat und der Popa-Safaripark. In diesem dürfen Sie eine vielfältige Vogelwelt bewundern. Im nordöstlich von Namibia gelegenen Kaudium-Wildpark erwartet Sie eine natürliche Vegetation, in der Wildtiere wie Löwen, Leoparden, Giraffen, Elefanten, Schakale und Hyänen leben.
Mit über 22.000 Quadratkilometern ist der Etosha-Nationalpark der größte Namibias. Hier ziehen in den Morgen- und Abendstunden große Tierherden an die Wasserlöcher der Landschaft - ein beeindruckender Anblick. Eine Safari im Etosha gehört zum Reiseplan für Namibia-Urlauber. Ebenso beeindruckend ist die ursprüngliche Vegetation dieses Gebietes.

Das Herz Namibias

Auf Ihrer Reise lohnt es sich außerdem, den nahe Windhoek inmitten Namibias gelegenen Daan-Viljoen-Wildpark zu besuchen. Hier genießen nicht nur Urlauber die faszinierende Tier- und Pflanzenwelt, auch Einheimische suchen den Wildpark regelmäßig zur Erholung auf. Weiter östlich befindet sich das Waterberg-Plateau mit Nashörnern, Giraffen, Antilopen, Büffeln, verschiedenen Raubkatzen und zahlreichen Vögeln. Dort entsteht leicht der Eindruck, den Herzschlag Namibias spüren zu können.

Ebenfalls in Landesmitte gelegen ist Gross Barmen, welches gerne von Rheumapatienten aufgesucht wird, aber auch sonst eine ausgezeichnete Gelegenheit zur Erholung bietet. Es handelt sich hierbei um ein Thermalbad mit heißem Quellwasser, dessen hoher Sulfid- und Fluoridgehalt Schmerzen lindern und der Entspannung dienen soll. Daneben erwarten die Urlauber verschiedene Sportmöglichkeiten und interessante Wege durch die Natur Afrikas. Solche finden Sie auch im Süden des Landes am Hardap-Stausee. Im dortigen Wildschutzgebiet dürfen Sie neben der Natur Antilopen, Zebras, Kudus, Strauße und andere Vögel in ihrem Lebensraum beobachten. Auch hier gibt es Angel- und Sportmöglichkeiten.

Der Fischfluss-Canyon

Auf einer Namibia-Reise ist außerdem ein Besuch des Fischfluss-Canyons zu empfehlen. Toruisten haben die Möglichkeit, die beeindruckende Landschaft von der 25 Kilometer langen Aussichtsstraße aus zu bewundern, welche östlich entlang des Canyons führt. Alternativ gibt es einen Wanderweg durch die faszinierende Landschaft des Canyons, der jedoch eine gute Kondition erfordert und nur in den namibischen Wintermonaten genutzt werden kann. Im Süden des Canyons befindet sich ein weiteres Thermalbad, die Quellen Ai-Ais - nach einer mehrtägigen Wanderung eine ausgezeichnete Erholungsmöglichkeit. Auf der Weiterreise ist schließlich noch ein Besuch des Nambi-Naukluft-Parks mit seiner weiten, sandigen Ebene und beeindruckenden Dünen zu empfehlen.

Für Unterkunft ist gesorgt

In den meisten Nationalparks Namibias gibt es Unterkunftsmöglichkeiten wie Campingplätze, Hütten, Bungalows oder Camps, in denen die Touristen übernachten können. Hier genießen Urlauber die nächtliche Stille der Natur, nur gelegentlich von Tierlauten unterbrochen. An verschiedenen Anlaufstellen haben diese außerdem Gelegenheit, Hunger und Durst zu stillen. Kleinere Nationalparks sind eher für einen kurzen Aufenthalt während der Durchreise geeignet, in diesen gibt es keine Übernachtungsmöglichkeiten.

Geisterstadt und Skelettküstenpark

Am namibischen Atlantik liegt die Hafenstadt Lüderitz. Nehe bei Lüderitz haben die Urlauber schließlich noch die Möglichkeit, die sogenannte Geisterstadt Kolmannskuppe mit ihren im Sand versinkenden Ruinen zu besuchen. Dabei handelt es sich um eine einst wohlhabende Stadt, auch als "Diamantenstadt" bezeichnet, in der ein florierender Handel betrieben wurde. Eine weitere Sehenswürdigkeit ist der ein wenig mystisch anmutende Skelettküstenpark mit seinen zahlreichen alten Schiffswracks. Wer sich nach so viel Abwechslung entspannen möchte, findet dazu an den Stränden der westlichen Küste Namibias ausgiebige Gelegenheit.

Fazit: Namibia bietet faszinierende, abwechslungsreiche Naturlandschaften mit einer vielfältigen Tierwelt, die in zahlreichen Nationalparks bewundert werden kann. Aufgrund der Einzigartigkeit der verschiedenen Gebiete lohnt es sich, sich bei einem Namibia-Aufenthalt viel Zeit zu nehmen, um alle Facetten des Landes kennenzulernen.